Jesus, der Weinstock (Joh 15)

  • Der Wein ist in der Bibel ein Symbol für die irdische Freude oder auch die Freude an sich. Im Alten Testament wurde der Weinstock, von dem der Wein erzeugt wird, häufig mit dem Israel verglichen (Ps 80,9; Ps 80,15; Jer 2,21; auch viele Aussagen im Buch Hesekiel dazu). Im Neuen Testament bildet Jesus Christus den Weinstock, die einzelnen Gläubigen die Reben:


    Joh 15


    Der Weinstock und die Reben

    1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner.
    2 Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; jede aber, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.
    3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.
    4 Bleibt in mir, und ich [bleibe] in euch! Gleichwie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.
    5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.
    6 Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt; und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie brennen.
    7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteilwerden.
    8 Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet.
    9 Gleichwie mich der Vater liebt, so liebe ich euch; bleibt in meiner Liebe!
    10 Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, gleichwie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin.
    11 Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude völlig werde.


    Vor meiner Terrasse ist ein Weinstock gepflanzt, den wir im Frühjahr komplett zurückgeschnitten hatten. Im März bot er dann auch einen sehr trostlosen Anblick. Doch bald darauf schlug er aus; es bildeten sich erste Knospen. Im späteren Frühjahr spannten wir Drähte, um die kommenden Zweige zu lenken. Jetzt, Ende Juli ist die Terrasse fast vollkommen zugewachsen. Für mich als Nichtbotaniker ist das ein sehr schönes Wunder. Der Weinstock wächst und wächst voller Freue. Natürlich muss man ihn stutzen und zurechtschneiden, aber trotzdem wächst er ständig weiter. Auch wenn es dieses Jahr wenig Reben an ihm gibt, so werden es nächstes Jahr sicherlich mehr sein. Wenn ich sehe, wie groß die Freude des Weinstocks ist, dann wundere ich mich nicht, dass der Wein eine ähnliche Wirkung hat. Aber als Bayer bin ich halt eingefleischter Biertrinker, und vom Bier bekommt eher keine Kopfschmerzen hinterher, was beim Wein durchaus der Fall sein kann. :)


    Wenn Jesus Christus mit dem Weinstock verglichen wird, so kann ich sagen: Leben und Freude in ungeahntem Ausmaß! Einen kleiner Vorgeschmack schon hier unten, letztendlich dann im Himmel!

    Der HERR der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg! (Psalm 46,8)

  • Letztes Jahr, als der vorige Beitrag geschrieben wurde, waren wir hauptsächlich damit beschäftigt, die Zweige zu lenken. Der Weinstock hatte das ganze Jahr über vielleicht 5-6 Reben. Heuer, nachdem die Zweige schon hölzern geworden sind, konnte ich schon etliche kleine Reben ausmachen. Schätzungsweise hat er bis jetzt schon 40-50 Reben, die noch ausgebildet werden müssen. Wir können sehen, dass nicht jedes Jahr Frucht vorhanden sein muss. Auch nicht im Leben eines Christen. Manchmal muss Gott zuerst unser Leben in die Bahnen lenken, bevor Frucht möglich ist. Hat unser Leben dann eine feste Struktur, kommt die Frucht von ganz alleine.


    Hier ein paar Bilder von vor ein paar Tagen (April):






    Der HERR der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg! (Psalm 46,8)