Die unterschätze Gefahr der "Lordship Salvation"

  • Hallo Karyopse,


    ja, du vermutest richtig, ich kenne die "Shocking Message" von Washer, sowie noch einige andere ins Deutsche übersetzte Predigten von ihm. Ich denke allerdings, wer einmal errettet ist, der ist auch für immer errettet. Das, was Washer in der Shocking Message anspricht, bezieht sich meines Erachtens mehr darauf, dass diese Leute, die sich für errettet halten oder hielten - siehe Wohlstandsevangelium - es in Wirklichkeit niemals sind und waren. Deshalb auch dieser unveränderte Lebenswandel bzw. spätere Abfall, den man ja eigentlich gar nicht als Abfall bezeichnen kann, denn wenn man von etwas abfällt, dann muss man ja erstmal zu irgendetwas gehört haben. Das haben sie aber im Grunde nicht. So in etwa meint er das meines Erachtens nach. Es sind und waren unechte Bekehrungen.

  • Und wieder so menschen-benannte Schubladen.

    Hat das Ding mal einen Namen, eine Definition, was zu dieser und jener Lehre dazugehören muss und ist es mal soweit, dass man einen bestimmten Lehrer oder Prediger bemüht, geht normalerweise die Diskussion los!

    Es ist doch so, dass der "Glaube" und die Beziehung zu Jesus irgendwie definiert werden muss!

    M.E. ist die sogenannte "Lordshipsalvation" und McArthurs Schreiben einfach die Erklärung, was Glauben bedeutet.

    Ein Begriff muss gefüllt werden, und zwar richtig.

    Mit nur Jesus annehmen, ohne zu wissen, was das ist, nutzt ja nichts.

    Aber mit der richtigen -biblischen!!!- Definition stimmt es: man muss NUR glauben. Sonst nichts.

  • Mir war das gar nicht so bewußt, dass John MacArthur (JMA, wie er bei manchen abgekürzt wird) so zwiespältig gesehen wird. Manche verdammen ihn sogar als Irrlehrer.

    Für meinen Geschmack ist diese Diskussion über 'allein aus Gnade' bzw. 'allein aus Glauben 'und 'Werke' künstlich aufgebauscht, denn wenn man genau hinsieht, dann geht es lediglich um Ursache und Wirkung.

    Aus Gnade führt der Glaube in eine Errettung, führt aber auch darüber in einer Reaktion auf die Gnade und den Glauben darüber hinaus zu dem Wunsch, dem Herrn dienen zu wollen und ihm ähnlich zu werden.

    Ein natürlicher Vorgang des Glaubens. Eine Aussage in der Art, dass man das Heil, die Errettung mißachten würde, weil man anstrebt, ein Nachfolger Christi zu sein und dies ohne Weiteres Anstrengung und Mühe kostet, halte ich für überspannt und falsch. Schnell ist man beim Vorwurf der Werksgerechtigkeit angelangt, als sei die Motivation darin begründet, damit seine Rettung zu bewirken. Nein, auf das Evangelium der Errettung gibt es eine Reaktion in positiver Hinsicht, dass das Herz jemanden drängt, Werke der Liebe und Gerechtigkeit zu vollbringen.

    Warum dieser Zusammenhang gekappt werden soll und in gewisser Hinsicht eine Scheu aufgebaut wird Werke des Glaubens zu zeigen, um nicht in den Vorwurf und den Verdacht der 'Werksgerechtigkeit' zu geraten, erschließt sich mir nicht. Man könnte ja auch umgekehrt den Vorwurf erheben, durch die Lehre einer 'Gnade allein', würden Christen leichtfertig die Hände und den Schoß legen und sich auf ihren Glauben verlassen, egal wie groß oder stark dieser nun sein mag und ob er einer Echtheitsprüfung standhalten würde. Wäre das nicht weitaus gefährlicher?

    Es ist doch völlig und jedem klar, dass ein sündiger Mensch Errettung nicht bewirken kann. Dies nun aber zum Anlass zu nehmen und die Motive von Christen hinsichtlicher ihrer Werke nicht nur zu hinterfragen, sondern zu negieren, führt zu einer rein menschlichen 'Hausordnung', wie eine Christ sein Christenleben gestalten darf, sprich zu einer Unterwerfung von Regeln, die nur die Hälfte dessen darstellen, was Gottes Wort aussagt.

    Nehmen wir mal ein Beispiel, welches mir gerade in den Sinn kommt. Ein Bergsteiger der am Seil hängt und keine Kraft besitzt sich von allein an diesem Seil hochzuziehen. Er muß von jemanden gerettet werden, braucht also in seiner auswegslosen Lage einen Retter. Doch eines muß er trotzdem tun: Er muß sich festhalten!

    Sein Glaube an den Retter bedingt zur Errettung die aktive Tat des Festhaltens, ansonsten nützen ihm weder Seil noch Retter. Im Glauben bleiben, im Glauben wachsen, den Glauben stärken, die Wege des Festhaltens werden in der Bibel beschrieben und sie beeinhalten immer ein wesentliches dynamisches Element: An uns zu arbeiten und Werke des Geistes hervorzubringen.

  • Nicht, dass ich Paul Washer beleidigen will, aber seine Lehren sind teils sehr gefährlich und unser Job ist es, vor Irrlehrern zu warnen. Die Aussage, wir dürften nicht urteilen, kommt nicht von Gott (1. Korinther 6:2-3). Hier hat jemand das ganze bewusst aufgedeckt: