Fürchte dich nicht, du kleine Herde - Hans Peter Royer

  • Also mal so ganz allgemein meine Gedanken dazu (und die hatte ich schon damals bei Royers plötzlichem Tod, bevor hier überhaupt die ganze Diskussion begann):


    Ich könnte mir gut vorstellen, dass Gott eines seiner Kinder hier von dieser Erde wegnimmt, weil es auf Abwege geraten ist und den Weg vielleicht nicht mehr zurück findet. Und das zum Besten des Kindes selbst und zum Besten der ganzen Gemeinde (also seiner anderen Kinder), die sonst vielleicht mit auf diesen falschen Weg verführt worden wären. Ich sage deutlich, ich weiß nicht, ob es im Falle Royer so war (ich bin ja nicht Gott und kenne auch nicht seine Gedanken und Absichten), aber man darf nicht vergessen, dass Royer ein sehr großes Ansehen in bibeltreuen Gemeinden genossen hat. Und viele seiner Predigten, Bücher usw. auch heute noch (man kann es ja auch an den vielen Verlinkungen auch hier im Endzeitforum sehen) große Zustimmung erfahren.


    Wenn also jemand, in christlichen Kreisen so Angesehenes wie Royer, nun plötzlich "seltsame Ansichten" bekommt, dann ist die Gefahr relativ groß, dass auch andere Bibeltreue durch ihn damit hineingezogen werden. Und für Royer selbst ist das Ganze ja auch nicht gut. Vielleicht wollte Gott einfach, dass er nicht noch weiter abdriftet. Vielleicht wäre das ja passiert - und Gott, der die Zukunft kennt - wollte das verhindern. Und so war es vielleicht für Royer selbst und sein Seelenheil gut, dass seine Zeit hier auf der Erde zu Ende ging. Letztenendes wissen wir es aber nicht, es sind alles nur Spekulationen. Doch eines ist sicher, Gott wollte sicherlich nur sein Bestes!!! Und auch wenn Royer in unseren Augen zu früh gehen mußte, gemessen an der Ewigkeit sind die paar Jahre hier auf dieser Erde ja eh so gut wie nichts.

  • Liebe Christina,

    Ich danke dir von Herzen für diese Worte. Du hast mir damit einige Schreibarbeit abgenommen; so ziemlich genau das hätte ich auch schreiben mögen.

    Aber mir fehlt dieser Tage etwas die Computerzeit.

    Ich sag euch mal hiermit eines: ich bin sehr froh und dankbar, dieses Forum gefunden zu haben. Es hat etwas friede- und liebevolles, vielen Dank an euch alle, die mitschreiben!

  • Also mal so ganz allgemein meine Gedanken dazu (und die hatte ich schon damals bei Royers plötzlichem Tod, bevor hier überhaupt die ganze Diskussion begann):


    Ich könnte mir gut vorstellen, dass Gott eines seiner Kinder hier von dieser Erde wegnimmt, weil es auf Abwege geraten ist und den Weg vielleicht nicht mehr zurück findet. Und das zum Besten des Kindes selbst und zum Besten der ganzen Gemeinde (also seiner anderen Kinder), die sonst vielleicht mit auf diesen falschen Weg verführt worden wären. Ich sage deutlich, ich weiß nicht, ob es im Falle Royer so war (ich bin ja nicht Gott und kenne auch nicht seine Gedanken und Absichten), aber man darf nicht vergessen, dass Royer ein sehr großes Ansehen in bibeltreuen Gemeinden genossen hat. Und viele seiner Predigten, Bücher usw. auch heute noch (man kann es ja auch an den vielen Verlinkungen auch hier im Endzeitforum sehen) große Zustimmung erfahren.


    Wenn also jemand, in christlichen Kreisen so Angesehenes wie Royer, nun plötzlich "seltsame Ansichten" bekommt, dann ist die Gefahr relativ groß, dass auch andere Bibeltreue durch ihn damit hineingezogen werden. Und für Royer selbst ist das Ganze ja auch nicht gut. Vielleicht wollte Gott einfach, dass er nicht noch weiter abdriftet. Vielleicht wäre das ja passiert - und Gott, der die Zukunft kennt - wollte das verhindern. Und so war es vielleicht für Royer selbst und sein Seelenheil gut, dass seine Zeit hier auf der Erde zu Ende ging. Letztenendes wissen wir es aber nicht, es sind alles nur Spekulationen. Doch eines ist sicher, Gott wollte sicherlich nur sein Bestes!!! Und auch wenn Royer in unseren Augen zu früh gehen mußte, gemessen an der Ewigkeit sind die paar Jahre hier auf dieser Erde ja eh so gut wie nichts.

    Ja, so ähnlich würde ich das auch formulieren. Deshalb dachte ich daran, als ich plötzlich krank wurde. Ich sprach davor auch einmal zu Gott, dass ich diese schlechten Bücher loswerden wollte. Gleichzeitig kam es beinahe dazu, dass ich noch mehr damit zu tun hatte. Als ich plötzlich krank wurde, war ich mit einem Schlag alles los, ohne dass ich jemanden verletzen musste (war ja aufgrund einer von mir zu wenig bedachten Zusage) und gleichzeitig war der Schock insgesammt so groß und auch die damit verbundene Erkenntnis, dass ich diese Bücher komplett losgeworden bin. Worüber ich sehr froh und dankbar bin.

  • Ich habe gerade festgestellt, dass ich das Buch auch in überarbeiteter Auflage vorliegen habe. Mir ist auf Seite 22 aufgefallen, dass er wohl Gott Vater und Gott Sohn als verschieden sieht. Sie sind bei ihm keine Einheit. "Wie ist Gott nun ? Liebend oder zornig ? Nahbar oder Unnahbar ? An welchen Gott wende ich mich ? Folge ich ihm, weil ich ihn liebe, oder unterwerfe ich mich ihm, weil ich Angst vor ihm haben muss ?" Ohne jetzt eine Diskussion loszutreten. Ich habe mit sehr vielen christlichen Büchern zu tun und leider finden sich in den Büchern immer mehr seltsame Aussagen. Wie oben schon an anderer Seite erwähnt, gibt es sicherlich immer wieder Einflüsse von anderen, die auch bei den christlichen Autoren jenachdem zu Änderungen führen. Der Autor Royer könnte auch einen Einfluss von anderen Autoren gehabt haben.


    Zum Thema Gott fürchten, gibt es ein interessantes Buch, dass ich noch nicht gelesen habe:

    https://www.cbuch.de/rudolf-ebertshaeuser-gottesfurcht.html 


    Kennt das jemand ?

  • Mir ist auf Seite 22 aufgefallen, dass er wohl Gott Vater und Gott Sohn als verschieden sieht. Sie sind bei ihm keine Einheit.

    Hast du danach noch weitergelesen? Ich bin mir relativ sicher, dass du das nicht getan hast, denn diese rhetorischen Fragen sind nur sein Einstieg, um den "Zorn Gottes" zu erörtern. Letztendlich kommt er aber zu dem Ergebnis, dass Liebe und Zorn bei Gott kein Gegensatzpaar ist und Gott also nicht schizophren ist (gleichzeitig Liebe und Zorn, nahbar und unnahbar). Auf Jesus nimmt Royer hier garnicht Bezug, er erörtert ausschließlich den "Charakter" von Gott-Vater. Royer berichtet hier von seinen persönlichen Erfahrungen und davon, wie er auf die Fragen, die ihn zum Zweifeln gebracht haben, eine Antwort gefunden hat. Das macht seine Worte ohne den Zusammenhang natürlich angreifbar...

  • Hast du danach noch weitergelesen? Ich bin mir relativ sicher, dass du das nicht getan hast, denn diese rhetorischen Fragen sind nur sein Einstieg, um den "Zorn Gottes" zu erörtern. Letztendlich kommt er aber zu dem Ergebnis, dass Liebe und Zorn bei Gott kein Gegensatzpaar ist und Gott also nicht schizophren ist (gleichzeitig Liebe und Zorn, nahbar und unnahbar). Auf Jesus nimmt Royer hier garnicht Bezug, er erörtert ausschließlich den "Charakter" von Gott-Vater. Royer berichtet hier von seinen persönlichen Erfahrungen und davon, wie er auf die Fragen, die ihn zum Zweifeln gebracht haben, eine Antwort gefunden hat. Das macht seine Worte ohne den Zusammenhang natürlich angreifbar...

    Soweit ich das verstanden habe (durch den Text davor), stellt er Gott Vater und Gott Sohn hier als zwei verschiedene Charaktere von Gott dar. Also Wahl für den Sohn oder für Gott Vater. Ich habe nur etwas weitergelesen.Ich finde manche seiner Aussagen irritierend und manches auch nicht ganz richtig. Auf Seite 17 schreibt er "Gott hat auch das Böse nicht erschaffen" Was ist denn mit dem Teufel und seinem Anhang ? Alles außer Gott wurde von ihm erschaffen. Wenn es auch zu Anfang nicht böse war, war die Möglichkeit dazu vorhanden und Gott wußte das alles von Anfang an. Liest das jemand auf der Suche, sagt er u.Umständen, ich wußte es doch, den Teufel gibt es nicht....Insgesammt bin ich nicht jemand, der einzelne Sätze auseinander nimmt. Mir kommt es immer aufs Ganze an. Ich finde es für Suchende problematisch, wenn sie verunsichert werden. Ich erlebe das immer wieder in christlichen Leserunden.


    Z:B: schreibt ein Autor ganz klar was zur Hölle (wie z.B. John MacArthur oder Randy Alcorn) ist das den Lesern dermaßen unangenehm, dass das Buch schon mal schlechter bewertet wird, weil sie die Ansicht nicht teilen. Oder sie suchen Möglichkeiten, dass es doch nicht wahr ist. Auf zweifelhafte Aussagen und "Gottes Liebe" wird sich immer gestürzt und die Leser sind begeistert. Du kannst sie auch nicht von falschen Gedanken abbringen. Sehr sehr oft geht es nur um das persönliche Befinden und nicht um die Wahrheit.

  • Ich antworte dir nachher ausführlicher, hier gehe ich nur kurz auf Folgendes ein:

    Auf Seite 17 schreibt er "Gott hat auch das Böse nicht erschaffen" Was ist denn mit dem Teufel und seinem Anhang ? Alles außer Gott wurde von ihm erschaffen.

    Das Böse wurde nicht von Gott erschaffen. Erschaffen hat Gott einen Engel des Lichts, einen außerordentlich reich mit Gaben ausgestatteten Engel, allerdings mit der Entscheidungsfähigkeit, sich für oder gegen Gott zu entscheiden. Wenn Royer sagt, dass das Böse nicht erschaffen wurde, sagt er lediglich, dass es keine Dualität von Gut und Böse gibt, sondern nur das Gute und die Abwesenheit des Guten - genau wie es nicht Licht und Finsternis gibt. Gott hat nur das Licht erschaffen und die Finsternis ist die Abwesenheit von Licht.

    Ausführlicher wird das hier erklärt:


  • Jetzt kommt die versprochene Antwort auf deinen anderen Punkt, Arwen10 (Entschuldige, dass ich so lange gebraucht habe; hab es nach dem Hackerangriff fast vergessen):

    [...] stellt er Gott Vater und Gott Sohn hier als zwei verschiedene Charaktere von Gott dar. Also Wahl für den Sohn oder für Gott Vater.

    Nö: "Als Christen glauben wir nicht an zwei oder drei Götter, sondern an den dreieinigen Gott. [...] Auch am Kreuz war Gott "einer" und nicht zwei verschiedene Götter. Da waren nicht der zornige Gott-Vater und der missbrauchte Gott-Sohn als zwei verschiedene Instanzen, sondern Gott war in Christus - auch am Kreuz. Gott hat kein Opfer von irgendjemand anderem gefordert - das wäre heidnisches Opferdenken." (Seite 25 -26).


    Ich finde es für Suchende problematisch, wenn sie verunsichert werden.

    Natürlich darf ein Prediger niemals leichtfertig Informationen weitergeben, die verwirren. Aber jeder Hörer steht vor Gott in der Pflicht, das Gehörte zu prüfen - nicht allein der Prediger trägt die Verantwortung, denn auch er ist ein Mensch und auch er hat mal eine irrige Ansicht. Und was die Suchenden betrifft - wer wirklich sucht, der wird sich durch eine verwirrende Aussage eines Predigers nicht abschrecken lassen, denn beim biblischen Glauben gibt es Vieles, was verwirrt und trotzdem wahr ist. Und ist es nicht ein wenig kleingläubig, Suchende nur an die Fähigkeit eines Predigers zu knüpfen, die Bibel klar verständlich auszulegen? Wer wirklich sucht, forscht und findet durch Gottes Geist geleitet in Gottes Wort und dessen Auslegung durch Predigten. Diejenigen, die so tun, als seien sie suchend (gewesen) und die ihr nicht-finden an einem Menschen festmachen, sind Heuchler, denn wenn man Gottes Wort glauben kann, findet Jeder, der wahrhaft sucht - unabhängig von Menschen: "Wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, werde ich mich von euch finden lassen. Das sage ich, der Herr." (Jeremia 29, 13-14)


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    Look to the Lord and his strength; seek his face always!

    1.Chronicles 16,11

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